Winter im Norden Norwegens – eine dunkle und kalte Zeit. Weil die Sonne während der Polarnacht nicht aufgeht, gibt es nur einige wenige Stunden dämmrigen Tageslichtes um die Mittagszeit. Ansonsten bleibt die Welt in Finsternis gehüllt… Doch das stimmt so nicht ganz, denn die Polarnacht birgt viel mehr als das! Bei klarem Himmel und mit etwas Glück bekommt man Polarlichter zu Gesicht, oftmals nur als ein grünlicher Schleier schwachen Lichtes am Himmel, den so manch Unwissender ohne einen Fingerzeig gar nicht wahrnähme, doch manchmal als atemberaubendes Spektakel über den Himmel ziehender glühender Vorhänge und tanzender Flammen, die die nächtliche Winterwelt heller erleuchten, als es der Vollmond zu vollbringen vermag. Das Nordlicht, auch Aurora Borealis genannt, mag wohl eines der wunderbarsten Naturspektakel sein, und ist ohne Frage ein guter Grund, den Norden wenigstens einmal im Leben zu besuchen.

Bei Tage sorgen starker Schneefall, heftige Winde und, sobald der Himmel aufreißt, eine Vielfalt an Farben für eine nie gleichbleibende Darstellung der auf den ersten Blick monoton erscheinenden Schneelandschaft. Schneemobilsafaris, Hundeschlittenfahrten und Schneeschuhwanderungen – auch diese Erfahrungen warten nicht überall auf der Welt auf einen, und die langersehnte Wiederkehr der Sonne, das erste Mal ihr Licht zu sehen und ihre Wärme zu spüren, ist wohl einer der freudigsten Momente des langen Winters.

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